Jacke Eileen
Hallo zusammen,
auch wenn es ja eigentlich egal ist, wann man mit guten Vorsätzen anfängt, so hat ein Jahreswechsel bei mir dennoch die Folge, bestimmte Ziele mit neuem Schwung in Angriff zu nehmen. So habe ich kürzlich mein Arbeitszimmer umgestaltet und für besseren Stauraum gesorgt, das Ergebnis finde ich auch richtig gut. Dennoch ist es so, dass ich zu wenig Platz habe, denn das Zimmer ist nicht allzu groß und beherbergt neben Regalen auch noch zwei Arbeitstische. Deshalb lautet mein Vorsatz, Ihr ahnt es sicherlich schon: Materialabbau!
Neue Stoffe sind ja gar nicht mal mein größtes Problem, da man diese sehr gut kompakt stapeln kann. Außerdem bin ich da mittlerweile recht konsequent und kaufe nur, wenn ich auch ein bestimmtes Projekt vor Augen habe, und nicht nur, weil der Stoff so schön ist. Naja, meistens, zumindest ;-)
Bei mir sind es eher die Altlasten, die Raum einnehmen, von denen ich mich aber nur sehr schwer trennen kann. Das sind zumeist schiefgegangene Projekte aus meinen Anfangszeiten, also bereits zugeschnittene oder vernähte Stücke. Aber es sind eben schöne Stoffe dabei, um die es schade wäre.
Nur, was macht man damit, denn wie gesagt sind die Teile bereits zugeschnitten, so dass man eben nur kleinere Stoffstücke zum Verarbeiten hat. Westen sind ein guter Kandidat, aber nicht alle Stoffe eignen sich dafür. Außerdem, wie viele Westen braucht frau denn? Ich trage sie zwar sehr gerne, aber irgendwann ist auch mal gut...
Aus diesem Grund habe ich eigens einen Jackenschnitt entwickelt, der mit eher kleinen Stücken auskommt. Nachteil ist natürlich, dass man mehr Schnitteile und Nähte hat, dafür ist die Passform auch sehr gut.
Für diese Jacke habe ich einen Baumwollstoff verwendet, aus dem ich bereits einmal eine Hose zugeschnitten hatte, die mir dann nicht gefiel. Außerdem war noch etwas Stoff übrig. Damit konnte ich gerade so eine Kurzjacke nähen, die mag ich ja sowieso.
Man kann die Jacke natürlich auch aus Meterware nähen, da braucht man je nach Größe nur ca 120-155 cm (bei 140 Stoffbreite).
Die Jacke hat keine Eingrifftaschen, dafür ist sie zu kurz. Aber eine Jacke ohne Taschen geht gar nicht, deshalb hat sie Brusttaschen auf jeder Seite bekommen.
Geschnitten ist sie im Prinzip wie eine Jeansjacke, jedoch ohne Kragen und mit einem Jersey-Bund. Die Ärmel haben einen Schlitz und eine Manschette.
Für einen Kragen hat es nicht mehr gereicht, aber ich mag die Jacke gerade, weil sie so clean ist.
Auch die Rückseite besteht aus mehreren Teilen: Einer Rückenpasse sowie 6 weiteren Teilen für den unteren Rücken. Dort hat die Jacke eine Mittelnaht, die könnte man sich auch sparen und das Teil im Bruch zuschneiden, sofern der Stoff reicht.
Wenn Ihr auch Reste habt, mit denen ihr etwas schönes und Sinnvolles Nähen wollt, dann findet Ihr das Schnittmuster für die Jacke in meinem Shop.
Liebe Grüße,
Eure Anne Sophie



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