Nochn Blog

gestrickte Mütze aus Wolle, handgestrickt

Sooooo, der Sommer ist offiziell vorbei, draußen scheint zwar die schönste Sommersonne, aber es riecht bereits nach Herbst. Und auch wenn ich etwas traurig bin, dass wir es nicht öfters ins Schwimmbad geschafft haben, freue ich mich doch auch auf gemütliche Stunden mit was Wolligem auf dem Schoß. Damit meine ich keine Katze (leider!).  Nach all den Mützen möchte ich jetzt gerne mal wieder was Größeres in Angriff nehmen, Material liegt auch schon bereit und duftet nach Schaf. Ich liebe ja den natürlichen Wollgeruch, aber ich weiß, dass andere das gar nicht mögen. Ich habe dann sofort ein Bild vor meinen Augen, wenn ich das rieche: Ein Nordsee-Deich mit vielen Schafen. Wobei, als ich vor ein paar Jahren wieder mal da war, musste ich entsetzt feststellen: Keine Schafe mehr auf den Deichen! Nur noch elektrische Rasenmäher, sehr, sehr schade.  Dafür halten sich hier einige Weinbauern Ouessant-Schafe, das ist eine Zwergschafrasse, als Rasenmäher, genial! Das werde ich mir auf jeden Fall mal ansehen, zumal ja jetzt so tolles Wanderwetter ist.

 

 

Aber ich schweife ab. Ich bin ja schon sehr lange beim Stricken, damals war es noch etwas, was nur Omas machen. Meine erste Nähmaschine habe ich mir mir 17 gekauft, und ich nutze sie immer noch. Ernsthaft angefangen zu nähen habe ich aber erst so vor ca. 10 Jahren, als ich bei den Massen an Kauf-Klamotten, die einem angeboten wurden, immer weniger fündig wurde. Oft war es so, dass mir manches zwar gefiel, aber aus Polyester war, und das ertrage ich einfach nicht auf der Haut, abgesehen davon, dass man damit eine Menge Plastik produziert. Jetzt ist vieles aus Viskose, das ist vielleicht etwas besser, was den Umwelt-Aspekt betrifft, trotzdem mag ich das Tragegefühl einfach nicht gerne. Daher blieb für mich nur selber nähen/Stricken als Option übrig. Dass Handarbeiten/Handwerken/... etc. jetzt wieder so beliebt geworden ist, freut mich, und irgendwie ist es auch nur folgerichtig. In Zeiten des Massenkonsums ist der wahre Luxus eben, sich die Zeit zu nehmen und Dinge zu produzieren, die man nicht kaufen kann. Es ist eben ungleich befriedigender, etwas zu lernen, an etwas zu arbeiten und dann das Ergebnis zu sehen, als nur die Kreditkarte zu zücken. Außerdem ist es ziemlich schwer, neben dem Stricken oder Unkraut jäten gleichzeitig noch zu surfen und Netflix zu schauen, und zu chatten und das Postfach aufzuräumen, und und und…

 

Daher kommt wohl der berühmte meditative Effekt, wenn man sich ganz und gar nur auf eine Sache zu konzentriert.

 

Strickwolle

Braucht die Welt noch einen weiteren Blog zu diesem Thema? Vermutlich nicht. Auch wenn ich in meinem stillen Kämmerlein vielleicht ungeahnter Weise eine Early Adopter-In eine Trend-Ignorantin war (ha! Ich habe schon gestrickt und genäht, als es noch nicht mal Blogs gab :-) ), so bin ich beim Bloggen ein Spätzünder. Das wollte ich immer mal machen, aber hatte nicht die Muße und die Zeit und die Ideen und vielleicht auch nicht den Mut dazu.

Und wer weiß, vielleicht klingt der "Trend"  ja auch bald wieder ab, jetzt, wo ich gerade dabei bin, es mir hier schön zu machen. Einige sagen, es ist schon längst vorbei, die Cool ids sind jetzt alle woanders, aber was soll's. Denn mittlerweile betrachte ich das Ganze hier mehr als mein virtuelles Studio, der Ort, wo Ihr Euch meine Sachen anschauen kann, die Dinge, die ich liebe.  Daher kommt rein und schaut Euch um, ich freue mich auf jeden Fall, dass ihr da seid!

 

 

 

 

 

Viele Grüße,

 

Eure Sophie

 

 

 

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